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Ich habe einen Zahlungsbefehl erhalten - Was muss ich tun?

Ein Zahlungsbefehl ist die letzte Aufforderung, die von der Gläubigerin resp. vom Gläubiger geforderte Summe zu bezahlen, ansonsten kann das Betreibungsverfahren fortgesetzt werden.

Ich anerkenne den geforderten Betrag

Dann haben Sie als Schuldnerin oder Schuldner ab Eingang des Zahlungsbefehls 20 Tage Zeit, um den geforderten Betrag zu bezahlen. Hinzu kommen die Betreibungskosten, die die Gläubigerin oder der Gläubiger vorgeschossen hat.

Empfohlen wird, den geschuldeten Betrag direkt dem Betreibungsamt zu bezahlen, das Ihnen den Zahlungsbefehl zugestellt hat, und sofort schriftlich ein Gesuch um Aufhebung der Betreibung zu stellen.

Sie können auch die Tilgung der Schuld in Raten verlangen und die Raten innerhalb von 12 Monaten dem Betreibungsamt überweisen. Sobald die ganze Schuld getilgt ist, müssen Sie von der Gläubigerin oder dem Gläubiger verlangen, dass sie oder er die Betreibung zurückzieht.

Ich fechte den Zahlungsbefehl an

Wenn Sie den geforderten Betrag nicht anerkennen, können Sie innerhalb von 10 Tagen nach Zustellung des Zahlungsbefehls (mündlich oder schriftlich) Rechtsvorschlag erheben. Dies machen Sie beim Betreibungsamt, das den Zahlungsbefehl ausgestellt hat. Eine Begründung ist nicht erforderlich.

Folgen

Mit dem Rechtsvorschlag wird die Betreibung vorübergehend eingestellt. Es liegt nun an der Gläubigerin oder am Gläubiger, den Rechtsvorschlag von der zuständigen Behörde beseitigen zu lassen und das Verfahren wieder in Gang zu bringen. Die zuständige Behörde ist für Fälle von einem Wert bis zu Fr. 5000.- das Friedensgericht, für Fälle von höherem Wert das Amtsgericht. Diese Behörde entscheidet aufgrund der Unterlagen, die ihr die Parteien vorgelegt haben, ob der Rechtsvorschlag beseitigt wird oder nicht.

Wird der Rechtsvorschlag beseitigt, so hat die Gläubigerin oder der Gläubiger die Möglichkeit, innerhalb eines Jahres nach Zustellung des Zahlungsbefehls die Fortführung der Betreibung zu beantragen – in der Regel die Betreibung durch Pfändung bei natürlichen Personen oder durch Konkurs bei juristischen Personen. Bis zur Beseitigung des Rechtsvorschlags stehen die Fristen still.

Das Gesuch um Fortsetzung der Betreibung ist an das mit dem Dossier betraute Betreibungsamt zu richten (meist ist dies das Betreibungsamt am Wohnsitz der Schuldnerin oder des Schuldners).

Liste der Betreibungsämter

Ablauf der Betreibung