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Mutterschaftsurlaub und Mutterschaftsgeld

Alle erwerbstätigen Mütter haben Anrecht auf einen bezahlten Mutterschaftsurlaub, die „Mutterschaftsentschädigung“. Es betrifft Angestellte, Selbständigerwerbende, Arbeitslose und Frauen, die im Unternehmen ihres Ehemannes mitarbeiten und einen Lohn beziehen. Im Gegensatz zum Mutterschaftsurlaub gibt es keinen gesetzlich geregelten Vaterschaftsurlaub oder eine Elternzeit.

Mutterschaftsurlaub:

14 Wochen

80% des Lohns

 

Der Mutterschaftsurlaub endet 98 Tage (14 Wochen) nach seinem Beginn. Vollzeit- wie Teilzeitangestellte haben Anspruch darauf. Beginnt eine Frau früher wieder zu arbeiten, verfällt der Anspruch.

Die Mütter erhalten 80 % ihres Lohns in Form von Taggeldern, höchstens aber CHF 196 pro Tag. Kantonale Bestimmungen, Personalreglemente und Gesamtarbeitsverträge können weitergehende Lösungen vorsehen.

Während der ersten acht Wochen nach der Niederkunft dürfen Arbeitnehmerinnen nicht beschäftigt werden.

Voraussetzungen

Damit die Frau das Taggeld erhält, muss sie während der neun Monate vor der Geburt bei der AHV versichert sein und mindestens fünf Monate während der Schwangerschaft gearbeitet haben. Ausserdem muss sie zum Zeitpunkt der Geburt immer noch in einem Arbeitsverhältnis stehen, als Selbständigerwerbende gelten oder im Betrieb des Ehemannes gegen einen Barlohn mitarbeiten.

Erhielt die Frau schon vor der Geburt Arbeitslosengeld oder erfüllte sie die Bedingungen dafür, dann hat Sie ebenfalls Anrecht auf das Taggeld.

Anspruch auf Taggeld hat eine Frau ebenfalls, wenn sie zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes wegen Krankheit, Unfall oder Invalidität arbeitsunfähig ist und deswegen Taggeldleistungen einer anderen Versicherung bezieht, sofern dieses Taggeld auf einem vorangegangenen Lohn berechnet wurde.

Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, erhält sie kein Taggeld, darf aber auch nicht beschäftigt werden

Beginn

Der Mutterschaftsurlaub beginnt mit der Geburt des Kindes.

Auflösung des Arbeitsverhältnisses

Während des Mutterschaftsurlaubs darf der Arbeitnehmerin nicht gekündigt werden.

Broschüre zum Mutterschutz am Arbeitsplatz