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Auswirkungen der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft

Mit einer eingetragenen Partnerschaft erwerben Sie Rechte und Pflichten. Hier erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten persönlichen und finanziellen Folgen.

Zivilstand

Ihr neuer Zivilstand lautet „in eingetragener Partnerschaft".

Name

  • Die eingetragene Partnerschaft ändert standardmässig nichts an Ihren Familiennamen.
  • Sie können aber bei der Eintragung angeben, dass Sie den Familiennamen der einen Partnerin oder des einen Partners als gemeinsamen Namen tragen wollen.

Bürgerrecht

  • Die eingetragene Partnerschaft ändert auch nichts an Ihrer Nationalität.
  • Im Gegensatz zur Heirat ermöglicht sie keine erleichterte Einbürgerung für die ausländische Partnerin einer Schweizerin bzw. für den ausländischen Partner eines Schweizers.
  • Wenn Sie aber seit drei Jahren in eingetragener Partnerschaft leben, genügt es, insgesamt fünf Jahre in der Schweiz zu wohnen (eines davon unmittelbar vor der Gesuchstellung). Das gilt auch wenn zwei ausländische Partnerinnen oder Partner ein Gesuch stellen, von denen eine Person die Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllt.

Kinder

  • Die Adoption ist für Personen, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, nicht möglich. Auch die künstliche Befruchtung ist nicht erlaubt.
  • Wenn Sie oder Ihre Partnerin bzw. Ihr Partner Kinder in eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft mitbringt, ist die andere Person für das Kind mitverantwortlich, das heisst für den Unterhalt und die elterlichen Aufgaben.

Vermögen, Schulden und Verträge

  • Die Partnerinnen bzw. Partner müssen einander über Ihr Vermögen und Ihre Schulden Auskunft geben.
  • Grundsätzlich gilt die Gütertrennung. Das heisst Vermögen und Schulden bleiben getrennt. Sie können aber mit einem Vertrag etwas anderes vereinbaren. Dieser ist aber nur gültig, wenn er von einer Notarin oder einem Notar beurkundet wird. Falls die Partnerschaft aufgelöst wird, werden die während der Partnerschaft erworbenen Guthaben der AHV und der Pensionskasse hälftig aufgeteilt.
  • Wenn Sie oder Ihre Partnerin bzw. Ihr Partner einen Vertrag abschliesst, der eine grosse finanzielle Verpflichtung mit sich bringt, zum Beispiel ein Auto-Leasing, müssen unter Umständen beide Partnerinnen bzw. Partner zustimmen. Das gilt auch für Mietverträge oder für die Kündigung der gemeinsamen Wohnung.

Steuern

Wie bei der Ehe werden Sie in der eingetragenen Partnerschaft mit Ihrer Partnerin bzw. Ihrem Partner gemeinsam besteuert. Falls Sie nicht zusammen wohnen, bestimmt meistens der Kanton den Steuersitz.

Tod

Wenn Ihre Partnerin oder Ihr Partner stirbt, haben Sie die gleichen Ansprüche wie Witwen oder Witwer.

  • Wer Kinder unter 18 Jahren hat, erhält von der AHV eine Witwen- beziehungsweise Witwerrente.
  • Wenn die überlebende Person für den Unterhalt eines Kindes aufkommt oder älter als 45 Jahre ist, erhält sie von der Pensionskasse eine Rente.
    Die eingetragene Partnerschaft muss aber mindestens fünf Jahre gedauert haben.
  • Beim Erbrecht und bei der Erbschaftssteuer werden eingetragene Partnerschaften wie Ehepaare behandelt. Sie sind gegenseitig Haupterbinnen oder Haupterben. Bei der Erbschaftssteuer bezahlt die hinterbliebene Person je nach Kanton keine oder nur eine minimale Erbschaftssteuer. Dasselbe gilt auch für Schenkungen beziehungsweise für die Schenkungssteuer.