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Wie stimme ich elektronisch?

Heute erhalten alle Stimmberechtigten die Abstimmungsunterlagen auf Papier (Stimm-/Wahlzettel, Stimmausweis und -couvert sowie Erläuterungen des Bundesrates). Diejenigen Stimmberechtigten, die elektronisch abstimmen können, erhalten mit diesen Unterlagen Codes auf Papier. Die Stimmberechtigten können damit frei entscheiden, welchen Stimmkanal sie nutzen und haben alle dazu nötigen Unterlagen.

Für das elektronische Wählen und Abstimmen braucht es ähnlich wie bei vielen anderen Dienstleitungen im Internet mehrere Codes. Diese Codes erhalten Sie auf Ihrem Stimmrechtsausweis, wenn Sie elektronisch abstimmen oder wählen dürfen. Mit einem ersten Code können Sie sich im Internet ins Wahl- oder Abstimmungssystem einloggen. Dort können Sie dann ihre Stimme abgeben.

Wer kann elektronisch abstimmen ?

Stimmabgabe kontrollieren

Nach der Stimmabgabe können Sie diese kontrollieren. Mehrere Codes erlauben es Ihnen zu überprüfen, dass Ihre Stimmabgabe richtig ans System übertragen wurde. Fachleute sprechen von der individuellen Verifizierbarkeit.    

Finalisierung der elektronischen Stimmabgabe

Nach der Stimmabgabe wird Ihnen auf der Abstimmungs-Webseite die Registrierung der Stimme mit einem Finalisierungscode bestätigt. Der Finalisierungscode zeigt an, dass Ihre Stimme auf dem E-Voting-Server eingegangen ist.

Wie wird die Sicherheit bei der elektronischen Stimmabgabe gehandhabt?

Die bundesrechtlichen Anforderungen schreiben den Einsatz von modernen mathematischen Verfahren vor, welche gleichzeitig das Stimmgeheimnis garantieren und die Stimmabgabe vollständig nachvollziehbar machen. Die sogenannte Verifizierbarkeit ist ein Kernelement der bundesrechtlichen Anforderungen. Allfällige Manipulationen können so garantiert nachgewiesen werden. Die aktuell eingesetzten Systeme verfügen über die individuelle Verifizierbarkeit: Die Stimmberechtigten erhalten Prüfcodes zugestellt, dank denen sie die korrekte Übermittlung ihrer Stimme selbst prüfen können. Diese Prüfcodes werden weiterhin auf einem von der IT unabhängigen Weg – per Post – zugestellt und sind daher nicht manipulierbar. Künftig werden die in der Schweiz eingesetzten Systeme über die vollständige Verifizierbarkeit verfügen: Der gesamte Urnengang kann über eine Reihe von Nachweisen nach mathematischen Verfahren verifiziert werden. Wenn alle Nachweise ein korrektes Resultat liefern, wurde der Urnengang garantiert nicht manipuliert. Es kann z.B. nachgewiesen werden, dass alle eingegangenen Stimmen bei der Auszählung korrekt berücksichtigt wurden.

Aktueller Stand

Bis Anfang 2019 wurde E-Voting in zehn Kantonen angeboten. Den Kantonen standen damals zwei E-Voting-Systeme zur Auswahl: das System des Kantons Genf sowie jenes der Schweizerischen Post. Gestützt auf seinen Entscheid vom November 2018 hat der Kanton Genf im Juni 2019 darüber informiert, dass sein System per sofort nicht mehr zur Verfügung steht. Die Post hat am 05. Juli 2019 kommuniziert, dass das individuell verifizierbare System den Kantonen nicht mehr angeboten wird. Das vollständig verifizierbare System der Post soll ab 2020 einsatzbereit sein.

Da in der Schweiz zurzeit kein E-Voting-System zur Verfügung steht, ist E-Voting in der Schweiz im Moment nicht möglich (Stand Juli 2019).

An seiner Sitzung vom 26. Juni 2019 hat der Bundesrat der Bundeskanzlei den Auftrag erteilt, bis Ende 2020 mit den Kantonen eine Neuausrichtung des Versuchsbetriebs zu konzipieren und in einem Bericht darzulegen.

E-Voting: Informationen der Bundeskanzlei

E-Voting - Informationen der Bundeskanzlei