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Besteuerung von Wertschriften und Versicherungen

Wer Wertschriften besitzt, muss diese in der Steuererklärung deklarieren. Wer Wertpapiere ausgibt oder handelt, muss Stempelabgaben bezahlen.

Besteuerung des Besitzes von Wertschriften

In- und ausländische Wertschriften unterliegen der Vermögenssteuer, die daraus erzielten Erträge sind steuerpflichtig.

Kursgewinne von Aktien und Obligationen sind steuerfrei so lange sie sich in Privatbesitz befinden und so lange sich der Anleger nicht als professioneller Anleger klassifiziert. Zinsen auf Sparkonti und Obligationen sowie Dividendenzahlungen, Bezugsrechte bei Kapitalerhöhungen und Gratisaktien unterliegen der Einkommenssteuer.

Fondsinhabern gehören indirekt die im Fonds enthaltenen Wertpapiere. Wer Fondsanteile besitzt wird steuerlich so behandelt, wie wenn er die Titel im Fonds direkt besässe.

Wertpapiere und daraus erzielte Gewinne sind im Formular „Wertschriftenverzeichnis“ der Steuererklärung aufzuführen. Wurden mit Wertpapieren Erträge in Form von Zinsen erzielt, unterliegen diese der Verrechnungssteuer.

Informationen zum Wertschriftenverzeichnis

Besteuerung bei Ausgabe und Handel

Die Ausgabe und der Handel von Wertpapieren wie Aktien und Obligationen sowie Versicherungsprämien werden als Stempelabgaben besteuert. Diese werden vom Bund erhoben.

Man unterscheidet folgende Arten von Stempelabgaben:

  • Die Emissionsabgabe wird auf inländischen Beteiligungsrechten erhoben. Die Abgabe erfasst die - entgeltliche oder unentgeltliche - Ausgabe und Erhöhung des Nennwerts von Beteiligungsrechten (Aktien, Stammeinlagen, usw.). Für die Beteiligungsrechte ist die inländische Gesellschaft abgabepflichtig.
    Bei der Gründung oder Kapitalerhöhung gilt gegenwärtig für entgeltlich ausgegebene Beteiligungsrechte generell eine Freigrenze von 1 Million Franken. Die Begründung oder Erhöhung von Beteiligungsrechten im Zusammenhang mit Fusionen, Umwandlungen oder Spaltungen von Kapitalgesellschaften oder Genossenschaften sowie die Sitzverlegung einer ausländischen Gesellschaft in die Schweiz sind von der Emissionsabgabe ausgenommen.
  • Die Umsatzgabe beträgt 1,5 ‰ bei inländischen und 3 ‰ bei ausländischen Wertpapieren und wird bei Kauf und Verkauf von Wertpapieren belastet. Das Stempelgesetz enthält keine Vorschrift darüber, wer die geschuldete Abgabe zu tragen hat. Unter dem Titel «Umsatzabgabe» darf jedoch den Kontrahenten nicht mehr als die geschuldete Abgabe belastet werden.
  • Die Abgabe auf Versicherungsprämien beträgt 5 % (rückkaufsfähige Lebensversicherungen mittels Einmalprämie 2,5 %). Diese Abgabe betrifft Prämienzahlungen für Haftpflicht, Feuer-, Kasko- und Hausratversicherung. Ausgenommen von der Abgabe sind insbesondere Lebensversicherungen mit periodischen Prämienzahlungen sowie Kranken-, Unfall-, IV- und Arbeitslosenversicherungen.