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Arbeiten in der Schweiz für Personen aus einem EU/EFTA-Land

Für Angehörige der EU-26*/EFTA** gilt die volle Personenfreizügigkeit. Das heisst, sie dürfen in die Schweiz einreisen, hier leben und arbeiten.

Kurzfristige Erwerbstätigkeit bis zu drei Monaten (Staatsangehörige der EU-26/EFTA)

Für eine kurzfristige Erwerbstätigkeit (Stellenantritt) bis zu drei Monaten oder 90 Tagen pro Kalenderjahr benötigen EU-26/EFTA-Staatsangehörige keine Bewilligung. Der zukünftige Schweizer Arbeitgeber ist jedoch verpflichtet, die Erwerbstätigkeit über das elektronische Meldeverfahren anzumelden. Die Meldung muss spätestens am Tag vor der Arbeitsaufnahme erfolgen.

Erwerbstätigkeit länger als drei Monate (Staatsangehörige der EU-26/EFTA)

Für längere Aufenthalte benötigen EU-26/EFTA-Staatsangehörige eine Aufenthaltsbewilligung. Die Meldung muss vor Antritt der Stelle bei der Wohngemeinde erfolgen. Vorzuweisen sind:

  • gültige Identitätskarte oder gültiger Pass

Bei unselbständiger Erwerbstätigkeit zusätzlich:

  • Einstellungserklärung des Arbeitgebers oder Arbeitsbescheinigung (bspw. Arbeitsvertrag)

Bei selbständiger Erwerbstätigkeit zusätzlich:

  • Vorlage der Geschäftsbücher, damit Sie belegen können, dass Sie Ihren Unterhalt bestreiten können. Müssen Sie im Laufe der Zeit Sozialhilfe beantragen, so verlieren Sie Ihr Aufenthaltsrecht. Weitere Auskünfte zum Aufenthalt als selbstständig erwerbstätige Person erhalten Sie beim kantonalen Migrationsamt oder auf der Seite des Staatssekretariats für Migration, www.sem.admin.ch > Einreise & Aufenthalt > Leben und Arbeiten in der Schweiz.

Anmeldung bei Ihrer Wohngemeinde

Kantonale Migrationsämter

Angehörige aus dem Vereinigten Königreich

Das Vereinigte Königreich (UK) ist am 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union  ausgetreten. Im Austrittsabkommen verständigten sich das Vereinigte Königreich und die EU auf eine Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020. Dies bedeutete, dass die bestehenden bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU bis am 31. Dezember 2020 auf das Vereinigte Königreich anwendbar blieben.

Seit dem 1. Januar 2021 kommt das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU für das UK nicht mehr zur Anwendung. UK-Staatsangehörige gelten ab diesem Zeitpunkt nicht mehr als EU/EFTA-Staatsangehörige, sondern als Drittstaatsangehörige.

Angehörige aus Kroatien

Seit dem 1. Januar 2017 profitieren auch kroatische Staatsangehörige von der Personenfreizügigkeit, jedoch gelten für sie noch Übergangsbestimmungen. Sie können bis auf weiteres nur unter Berücksichtigung der folgenden Einschränkungen zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zugelassen werden:

  • Kontrolle des Inländervorranges (bevorzugte Berücksichtigung von In- und Ausländern, die sich bereits auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt befinden)
  • Kontrolle der Lohn- und Arbeitsbedingungen
  • Separate, jährlich ansteigende Höchstzahlen für Kurzaufenthalts- und Aufenthaltsbewilligungen.

Voraussetzungen für die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit: 
Hinsichtlich der Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit gelten ab dem 1. Januar 2019 die gleichen Voraussetzungen wie für die Bürgerinnen und Bürger der EU-26/EFTA-Mitgliedstaaten. Kroatische Staatsangehörige müssen die selbstständige Erwerbstätigkeit bei der Einreichung des Gesuchs nachweisen und unterliegen nicht mehr der Einrichtungszeit und den Höchstzahlen.

Factsheet Kroatien

Stellensuche in der Schweiz

EU/EFTA-Staatsangehörige können zur Stellensuche in die Schweiz einreisen. Für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten benötigen sie keine Bewilligung. Dauert die Stellensuche länger, so erhalten EU/EFTA-Staatsangehörige zusätzlich eine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA mit einer Gültigkeitsdauer von drei Monaten im Kalenderjahr (Gesamtaufenthalt = sechs Monate), sofern sie über die für ihren Lebensunterhalt erforderlichen finanziellen Mittel verfügen.

Kroatische Staatsangehörige benötigen im Fall eines Stellenantritts vom ersten Arbeitstag an eine Arbeitsbewilligung, selbst wenn sie eine Erwerbstätigkeit von weniger als drei Monaten ausüben wollen.

*EU-26 besteht aus folgenden Ländern: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Republik Tschechien, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Ungarn und Zypern.

**EFTA: Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz