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Arbeiten in der Schweiz für Drittstaatangehörige

Selbständige Erwerbstätigkeit

Die selbständige Erwerbstätigkeit von Drittstaatsangehörigen mit Wohnsitznahme in der Schweiz ist grundsätzlich ab dem ersten Tag bewilligungspflichtig und untersteht dem Bewilligungsverfahren von Kanton und Bund.

Eine Bewilligung kann erteilt werden, wenn wirtschaftliche Interessen dies rechtfertigen, wenn bestimmte persönliche sowie finanzielle und betriebliche Voraussetzungen gegeben sind und die möglichen Beschränkungen der Ausländerzahl dies zulassen.

Ehegatten von Schweizer Staatsangehörigen sowie Ehegatten von Personen mit einer Niederlassungsbewilligung benötigen zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit keine zusätzliche Bewilligung.

Arbeitsbewilligungen für Nicht-EU/EFTA-Angehörige

Unselbständige Erwerbstätigkeit

Der Arbeitgeber, welcher Sie anstellen möchte, reicht das Gesuch bei der kantonalen Arbeitsmarkt- oder Migrationsbehörde ein. Bei positiver Beurteilung des Kantons wird das Gesuch ans Staatssekretariat für Migration (SEM) zur Zustimmung unterbreitet. Der Entscheid des SEM erfolgt mittels Verfügung an die beteiligten Parteien und an die kantonalen Behörden und berechtigt nicht zur Einreise in die Schweiz.

Bei visumpflichtigen Personen übermittelt die kantonale Migrationsbehörde elektronisch die Ermächtigung zum Ausstellen eines Visums an die Schweizer Vertretung im Ausland. Sie können das Visum dort abholen. Spätestens innerhalb von 14 Tagen nach Ihrer Ankunft müssen Sie sich bei der Einwohnerkontrolle melden, erst dann dürfen Sie Ihre Erwerbstätigkeit aufnehmen.

Für die Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen gelten u.a. folgende Zulassungsvoraussetzungen:

  • Die Zulassung erfolgt im Rahmen des gesamtwirtschaftlichen Interesses.
  • Die Zulassung ist nur im Rahmen der festgelegten Kontingente möglich.
  • Drittstaatenangehörige können nur angestellt werden, wenn sich niemand im Inland und aus den EU-/EFTA-Staaten finden lässt.
  • Zugelassen werden Führungskräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie andere qualifizierte Arbeitskräfte. Als qualifizierte Arbeitskräfte gelten in erster Linie Personen mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss, besonderer fachlicher Ausbildung sowie mehrjähriger Berufserfahrung. Für die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen werden auch Integrationskriterien berücksichtigt: berufliche und soziale Anpassungsfähigkeit, Sprachkenntnisse und Alter.
  • Die Lohn- und Arbeitsbedingungen müssen denjenigen der Inländerinnen und Inländer entsprechen.