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Zecken - wie und wo gilt es aufzupassen?

Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen. Die beiden wichtigsten Krankheiten sind:

  • die Zecken-Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME)
  • die Borreliose/Lyme-Krankheit

Risikogebiete

In der Schweiz ist die wichtigste Zeckenart der Holzbock. Er bevorzugt Laubwälder mit üppigem Unterholz, Waldränder und Waldwege, sitzt auf niedrig wachsenden Pflanzen und lässt sich von vorübergehenden Warmblütlern (Mensch, Tier) abstreifen. Zecken fallen nicht von den Bäumen.

Borreliose/Lyme-Krankheit

Sämtliche Gebiete, in denen Zecken vorkommen, gelten als Risikogebiete für die Borreliose.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Zu den Risikogebieten für die FSME zählen ganz oder teilweise die Kantone ZH, TG, SH, SG, GR, AG, LU, BE, SO, BL, NW, OW, UR, ZG, FR, VD, VS. Über einer Höhe von rund 1000 m ü.M. sind bisher keine Gebiete mit FSME-Viren infizierten Zecken bekannt.

Auf der Internetseite des Bundesamtes für Gesundheit finden Sie aktuelle Informationen über die Gebiete mit Impfempfehlung.

Gebiete mit FSME-Impfempfehlungen

Vorsichtsmassnahmen: Schutzmassnahmen und Impfung

So schützen Sie sich vor Zecken:

  • Tragen Sie gut schliessende Kleidung.
  • Meiden Sie das Unterholz.
  • Verwenden Sie Schutzmittel für die Haut und Insektizide für die Kleider.
  • Suchen Sie Körper und Kleidung nach dem Aufenthalt im Freien auf Zecken ab.

Borreliose/Lyme-Krankheit

Gegen die Borreliose gibt es keine Impfung. Diese Krankheit kommt häufiger vor als die FSME und kann in der Regel mit Antibiotika behandelt werden.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Gegen die FSME existiert ein Impfschutz, den das Bundesamt für Gesundheit allen Personen empfiehlt, die in einem Risikogebieten wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten. In den Risikogebieten übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten für die Impfung. Bei Personen, für die aus beruflichen Gründen (Waldarbeiter, Förster, Landwirte) eine Impfung angezeigt ist, übernimmt der Arbeitgeber die Impfkosten.

Krankheitssymptome und weitere Informationen zu Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Krankheitssymptome und weitere Informationen zur Borreliose/Lyme-Krankheit

Zecken bei Mensch und Tier entfernen

  • Da Zeckenstiche oft nicht bemerkt werden, sollten nach einem Aufenthalt im Freien Körper und Kleidung auf Zecken untersucht werden. Das Tragen heller Kleidung erleichtert dabei die Zeckensuche.
  • Haustiere (z.B. Hunde, Katzen oder Pferde) sollten ebenfalls auf Zecken abgesucht werden.
  • Gefundene Zecken möglichst rasch entfernen, am besten durch Fassen mit einer feinen Pinzette oder Zeckenzange direkt über der Haut und kontinuierlichen Zug. Danach die Stichstelle desinfizieren.
  • Merken (oder markieren) Sie sich die Einstichstelle. Bei Fieber oder anderen Symptomen nach einem Zeckenstich sollte man einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Zecken! Was tun? Eine App hilft.

Die App der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hilft, sich vor Zeckenstichen zu schützen oder nach einem Zeckenstich richtig zu handeln. Verfügbar auf Ipad und Iphone.