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Durch Zecken übertragene Krankheiten - wie kann man sich schützen?

Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen. Die beiden wichtigsten Krankheiten sind:

  • die Borreliose/Lyme-Krankheit und
  • die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), oder durch Zecken übertragene Meningoenzephalitis genannt.

Expositionsrisiko

Zecken bevorzugen Laubwälder mit üppigem Unterholz, Waldränder und Waldwege. Sie lauern auf niedrig wachsenden Pflanzen (bis 1,5 m) und lassen sich von vorübergehenden Warmblütern (Mensch, Tier) abstreifen. In der Schweiz ist die wichtigste Zeckenart der Holzbock (Ixodes ricinus).

Borreliose/Lyme-Krankheit

Sämtliche Gebiete, in denen Zecken vorkommen, gelten als Risikogebiete für die Borreliose.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die ganze Schweiz, mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin, gilt als Risikogebiet.

Präventionsmassnahmen

So schützen Sie sich vor Zecken:

  • Tragen Sie lange Hosen und geschlossene Schuhe (die Socken über die Hosen stülpen). Helle Kleidung erleichtert die Zeckensuche.
  • Besprühen Sie Kleider, Schuhe und Körperteile, die in Berührung mit Gras und Gebüsch kommen, mit einem Anti-Zeckenspray.
  • Meiden Sie das Unterholz.
  • Suchen Sie Körper und Kleidung nach dem Aufenthalt im Freien auf Zecken ab.

Borreliose/Lyme-Krankheit

Gegen die Borreliose gibt es keine Impfung. Diese Krankheit kommt häufiger als die FSME vor und kann mit Antibiotika behandelt werden.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Gegen die FSME existiert eine Impfung, die das Bundesamt für Gesundheit allen Personen, im Allgemeinen ab 6 Jahren, empfiehlt, die in einem Risikogebiet wohnen, d. h. in der Schweiz mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin, oder sich zeitweise dort aufhalten. Die Impfung erübrigt sich für Personen, die kein Expositionsrisiko aufweisen (siehe oben). Damit die Impfung optimal wirkt, muss sie bereits mehrere Wochen vor der Exposition gegenüber Zecken durchgeführt werden. Wenn indiziert werden die Kosten der FSME-Impfung durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (abzüglich Selbstbehalt und Franchise) oder bei beruflich bedingter Exposition durch den Arbeitgeber vergütet. Es gibt keine spezifische Behandlung dieser Krankheit.

Krankheitssymptome und weitere Informationen zu:

Zecken bei Mensch und Tier entfernen

  • Da Zeckenstiche oft nicht bemerkt werden, sollten nach einem Aufenthalt im Freien Körper und Kleidung auf Zecken untersucht werden.
  • Haustiere (z. B. Hunde, Katzen oder Pferde) sollten ebenfalls auf Zecken abgesucht werden.
  • Gefundene Zecken möglichst rasch entfernen, am besten durch Fassen mit einer feinen Pinzette oder Zeckenzange direkt über der Haut und kontinuierlichen Zug. Danach die Stichstelle desinfizieren und das Datum notieren.
  • Bei Fieber oder anderen Symptomen nach einem Zeckenstich sollte man einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Zecken! Was tun? Eine App hilft.

Die App der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hilft, sich vor Zeckenstichen zu schützen oder nach einem Zeckenstich richtig zu handeln. Verfügbar für iOS und Android.

Ergänzung

Ein Zeckenstich entspricht gemäss Rechtsprechung einem Unfallereignis. Besteht eine Unfallversicherung, ist der Zeckenstich der Versicherung zu melden, falls ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht wird.