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Organisation der Ständeratswahlen: Modalitäten, Regeln und wichtigste Etappen

Die Wahl der 46 Ständerätinnen und Ständeräte ist kantonal geregelt. Bei der Ständeratswahl sind zahlreiche Akteure beteiligt (Behörden, Parteien, Kandidatinnen und Kandidaten).

Jeder Kanton setzt selber die Regeln fest, nach denen seine Ständerätinnen und Ständeräte gewählt werden. Vieles gleicht sich von Kanton zu Kanton, aber typisch schweizerisch sind eben auch kantonale Besonderheiten.
In allen Kantonen wählt das Volk die Vertreterinnen und Vertreter direkt.

Wie viele Kandidatinnen und Kandidaten werden in welchem Kanton gewählt?

Wie viele Parlamentssitze haben die einzelnen Kantone?

Wann findet die Ständeratswahl statt?

Der erste Wahlgang findet in allen Kantonen gleichzeitig mit den Nationalratswahlen statt. Die einzige Ausnahme bildet der Kanton Appenzell Innerrhoden. Dort wählt die Landsgemeinde die Ständerätin oder den Ständerat bereits am letzten Sonntag im April.

Wahlsystem

In den meisten Kantonen gilt das Majorzverfahren: Gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält. Zu den kantonalen Besonderheiten gehören unterschiedliche Regelungen, wann jemand gewählt ist (absolute Mehrheit, relative Mehrheit), wie die Wahlen ablaufen oder wer wählen darf.

Landsgemeinde im Kanton Appenzell Innerrhoden

Kandidatinnen und Kandidaten, Parteien und Auswahl der Personen

Die Parteien schlagen ihre Kandidatinnen und Kandidaten vor. In der Regel können aber auch andere als die von den Parteien vorgeschlagenen Personen gewählt werden. Gewählt ist in praktisch allen Kantonen, wer die meisten Stimmen erhält sowie die ermittelte Anzahl Stimmen, die mindestens erreicht werden muss (meist das absolute Mehr). Stehen nach dem ersten Wahlgang noch nicht alle Gewählten fest, kommt es zu einem  zweiten Wahlgang. Die Kantone bestimmen meist schon im Vorfeld der Wahl, an welchem Datum ein allfälliger zweiter Wahlgang durchgeführt wird.

Wer kann zur Ständeratswahl antreten?

Alles bereit für die Ständeratswahlen

Wenige Wochen vor dem Wahltermin: Während die Kandidatinnen und Kandidaten noch versuchen, möglichst viele Stimmen für sich zu gewinnen, verschicken die Kantone die Wahlunterlagen an die Stimmberechtigten. Die Gemeinden bieten Wahlhelferinnen und Wahlhelfer auf, richten die Wahllokale ein und stellen die Urnen bereit. Auch die Stimmberechtigten treten in Aktion. Sie besitzen nun alle nötigen Unterlagen, Informationen und Anleitungen, um zu entscheiden, wer sie die nächsten vier Jahre im Ständerat vertreten soll.

Die Ständeratswahlen

Am Wahlwochenende wählt das Volk die Ständerätinnen und Ständeräte. Wenn am Wahlsonntag die Wahllokale schliessen, geht es für die Kandidatinnen und Kandidaten um alles. Bald wird feststehen, wer in den Ständerat einzieht, wer nicht gewählt ist und wer in einen zweiten Wahlgang muss. Die Gemeinden melden die Resultate den Kantonen, die sich um die Benachrichtigung der Gewinnerinnen und Gewinner sowie um die anschliessende amtliche Prüfung der Wahlresultate kümmern.