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Dauer, Kündigung: Was gilt in der Probezeit?

Die Probezeit dauert ein bis drei Monate. Die Kündigungsfrist beträgt sieben Tage. Bei Krankheit, Unfall oder Schwangerschaft gibt es keinen Kündigungsschutz.

In Ihrem neuen Arbeitsvertrag ist eine Probezeit von drei Monaten festgehalten. Die Kündigungsfrist beträgt sieben Tage. Ist das korrekt? Beide Fristen sind korrekt. Sie entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Arbeitgeber und Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer können jedoch andere Regeln vereinbaren.

Dauer der Probezeit

Sie haben einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Dann gilt der erste Monat als Probezeit. Auf die Probezeit kann aber auch verzichtet werden. Oder sie kann auf maximal drei Monate angesetzt werden.

Die Probezeit wird schriftlich vereinbart. Sie muss für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleich lang sein.

Beim Lehrvertrag kann eine Probezeit vereinbart werden. Sie dauert einen Monat bis drei Monate. Ausnahmsweise kann die Probezeit bis auf sechs Monate verlängert werden. Dafür braucht es die Zustimmung der kantonalen Behörden. Und die Verlängerung muss vor dem Ablauf der ursprünglichen Probezeit geschehen.

Für befristete Arbeitsverhältnisse

Für befristete Arbeitsverhältnisse sieht das Gesetz keine Probezeit vor. Sie kann jedoch vereinbart werden.

Verlängerung der Probezeit über drei Monate

Kündigungsfristen

Während der Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von 7 Kalendertagen. Die Kündigung kann auf jeden beliebigen Tag erfolgen. Sie muss noch während der Probezeit bei der Gegenpartei eintreffen.

Sie können mündlich kündigen. Ausser, Sie haben im Arbeitsvertrag die schriftliche Kündigung vereinbart.

Die Kündigung muss nicht begründet werden. Sie können aber eine Begründung verlangen.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer können andere Regeln für die Kündigungsfrist in der Probezeit vereinbaren.

Unfall, Krankheit, Schwangerschaft

Sie haben während der Probezeit einen Unfall oder sind krank. In diesem Fall kann die Probezeit über drei Monate verlängert werden.

Der Arbeitgeber kann Ihnen aber auch kündigen. Während der Probezeit gibt es bei Unfall oder Krankheit keinen Schutz vor Kündigung. Dies gilt auch im Fall einer Schwangerschaft in der Probezeit. Sie müssen dem Arbeitgeber jedoch nicht bekannt geben, dass Sie schwanger sind.