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Coronavirus: Fragen und Antworten

Hier finden Sie die offiziellen Behördeninformationen zum Coronavirus.

Gesundheit

Haben Sie Fragen zur Krankheit oder dazu, wie die Krankheit übertragen wird und wie man sich vor dem Coronavirus schützen kann? Gehören Sie zu den gefährdeten Personen und möchten Sie wissen, an welche Empfehlungen Sie sich halten sollten? Nachstehend finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen. 

Was soll ich tun, wenn bei mir Symptome der Krankheit auftreten? Muss ich dann den Test machen? An wen kann ich mich wenden?

  • Folgende Symptome treten häufig auf: Husten (meist trocken), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen.
  • Selten sind: Kopfschmerzen, Magen-Darm-Symptome, Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns, Bindehautentzündung, Schnupfen.

Die Krankheitssymptome können unterschiedlich stark und auch leicht sein.Wenn Sie eines oder mehrere der häufig vorkommenden Symptome haben, sind Sie eventuell am neuen Coronavirus erkrankt. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Bleiben Sie zu Hause, damit Sie niemanden anstecken.
  • Machen Sie den Coronavirus-Check oder rufen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Sie erhalten somit eine Empfehlung, ob Sie sich testen lassen sollen.
  • Um die Ausbreitung des Coronavirus unter Kontrolle zu halten, müssen die Übertragungsketten erkannt und unterbrochen werden. Befolgen Sie deshalb folgende Anweisungen: Selbst-Isolation und Selbst-Quarantäne

Video - Coronavirus: Symptome - was tun?

Besonders gefährdete Personen

Kontakte in den Kantonen

Wer zahlt die Coronatests?

Ab dem 25. Juni 2020 übernimmt der Bund sämtliche Kosten für Tests. Die Kosten hängen also nicht mehr mit Franchise der Krankenkasse zusammen. Die Tests werden wie folgt vergütet.

  • Test auf SARS-Coronavirus-2 169 CHF
  • Antikörpernachweis 113 CHF

Wie lange dauert es zwischen der Übertragung des Virus und dem Ausbruch der Krankheit? Ab welchem Zeitpunkt ist eine Person ansteckend?

Die «Inkubazionszeit» des neuen Corona-Virus, d. h. die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt gewöhnlich fünf Tage; maximal vergehen vierzehn Tage.

Wer am neuen Coronavirus erkrankt, ist während einer langen Zeit ansteckend. Nämlich:

  • Einen Tag bevor Symptome auftreten, das heisst bevor man überhaupt merkt, dass man sich angesteckt hat.
  • Während man Krankheitssymptome hat. Dann ist man am ansteckendsten.
  • Bis mindestens 48 Stunden nachdem man sich wieder ganz gesund fühlt.

Muss man in der Öffentlichkeit eine Hygienemaske tragen?

Kann die Distanz von 1,5 Metern nicht eingehalten werden (z.B. im öffentlichen Verkehr), wird empfohlen eine Maske zu tragen.

Ab dem 6. Juli gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln schweizweit die Maskenpflicht

Am wichtigsten ist es, dass die Abstands- und Hygieneregeln befolgt werden.
 
 
Achtung:
 
Auf kantonaler Ebene können weitere Regeln gelten: Informieren Sie sich regelmässig auf der Internetseite Ihres Kantons.
 

Sie fühlen sich wegen des Coronavirus besonders ängstlich und orientierungslos und machen sich Sorgen um Ihre psychische Gesundheit. Was tun?

Die Gesundheitskrise und der Aufruf, zu Hause zu bleiben, lösten bei gewissen Menschen grossen Stress aus. Es ist wichtig, dass Sie nicht nur körperlich, sondern auch psychisch gesund bleiben. Falls Sie sich um ihre psychische Gesundheit Sorgen machen, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.

Auf dem Portal Psy-Gesundheit.ch und auf der Seite Selbsthilfe Schweiz finden Sie bei Bedarf eine Reihe weiterer Kontakte sowie verschiedene Ratschläge, wie Sie diese unsichere und sorgenvolle Zeit überstehen können.

Auf der Seite hepa.ch finden Sie Vorschläge, wie Sie sich auch im Haus sportlich betätigen können.
 
Auf der Seite Info Drog finden Sie Informationen zu Abhängigkeit und Coronavirus.

Auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit finden Sie eine ausführliche Liste der Fragen und Antworten zum Thema Gesundheit und Coronavirus.

SwissCovid App

Die SwissCovid App (für Android und Iphone) warnt Menschen, die sich für eine bestimmte Dauer in der Nähe einer mit dem Coronavirus infizierten Person aufgehalten haben. Sie hilft, die Übertragungsketten zu unterbrechen. 

Die Nutzung der App ist freiwillig und kostenlos. Je mehr Personen die App installieren und nutzen, umso wirksamer unterstützt sie die Eindämmung des neuen Coronavirus.

Wo kann die App heruntergeladen werden?

Die SwissCovid App ist ab 25. Juni im Apple Store und Google Play Store verfügbar.

Wie funktioniert sie?

Die App nutzt Bluetooth-Technologie, um anonym Zeitdauer und Distanz zu anderen Smartphones zu messen. Die App merkt sich, wenn ein Kontakt länger als 15 Minuten und näher als 1,5 Meter bestand. 

Wenn eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wird, kann sie dies der App bekannt geben. Die App kann somit allen Usern eine Warnung schicken, welche sich in der Nähe der infizierten Person aufgehalten haben und sich angesteckt haben könnten.

Sie haben sich mit dem Coronavirus angesteckt: Wie erfolgt nun die Meldung an die App?

Sie können eine Ansteckung erst nach bestätigtem positivem Test melden. In diesem Fall erhalten Sie vom kantonsärztlichen Dienst einen Covidcode. Dieser ist 24 Stunden gültig. Sowohl der Gebrauch der App als auch die Eingabe des Codes in die App sind freiwillig. 

Was ist zu tun, wenn man eine solche Warnung erhält?

Die App hat festgestellt, dass Sie mit einer infizierten Person Kontakt hatten. Sie haben eine entsprechende Warnung erhalten. Dann können Sie wie folgt handeln:

  • Die Nummer der Infoline anrufen, welche die App Ihnen bekannt gibt. Sie erhalten die nötigen Informationen. Die Privatsphäre wird gewahrt.
  • Die App wird Ihnen zudem raten, den Coronavirus-Check auf dem Internet zu machen oder Ihre Ärztin/Ihren Arzt anzurufen.

Wer zahlt die Coronatests?

Auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit finden Sie eine ausführliche Liste der Fragen und Antworten zum Thema SwissCovid App.

Lockerung der Massnahmen

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen nimmt stetig ab. Dies hat es dem Bundesrat ermöglicht, die restriktiven Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung schrittweise zu lockern. Die weitere Entwicklung hängt vom künftigen Verlauf der Epidemie ab. Deshalb ist es wichtig, die Hygiene- und Verhaltensregeln weiterhin zu beachten. Achtung: gewisse Kantone haben strengere Regeln eingeführt.

Was ist wieder geöffnet worden?

Während Einrichtungen, die für das tägliche Leben unentbehrlich sind, stets offen haben durften, mussten andere Einrichtungen schliessen und konnten dann nach und nach wieder öffnen. 

Ab dem 22. Juni gilt/erlaubt *

  • Veranstaltungen bis maximal 1000 Personen. Das Nachverfolgen von Kontakten muss aber stets möglich sein. Die Kantone können diese Grenze auch herabsetzen.
  • Politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen mit Maskenpflicht (seit 20. Juni 2020).
  • Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Meter.  
  • Sitzpflicht in Restaurants aufgehoben.
  • Sperrstunde für Restaurationsbetriebe, Discos und Nachtclubs aufgehoben.
  • Sportwettkämpfe 

Öffnungen in Kraft seit dem 6. Juni 2020

Öffnungen, die zwischen dem 27. April und dem 1. Juni in Kraft traten

 
 

* Auf kantonaler Ebene können weitere Regeln gelten: Informieren Sie sich regelmässig auf der Internetseite Ihres Kantons.

In gewissen Kantonen gelten weitere Regeln. Welche? Wo finde ich weitere Informationen?

Ihr Unternehmen, Laden, Geschäft, Ihre Einrichtung oder Bildungstätte darf wieder öffnen? Wie müssen Sie vorgehen?

Damit Geschäfte oder Einrichtungen offen haben oder Aktivitäten stattfinden können, muss ein Schutzkonzept gemäss Vorgaben des Bundes vorliegen.

Dies gilt auch für Betriebe und Aktivitäten, die vom Verbot ausgenommen waren. Alle Beteiligten müssen das Schutzkonzept einhalten können.

Die Betreiber von Einrichtungen und die Organisatoren von Veranstaltungen und Aktivitäten sind für die Erfüllung der Vorgaben und deren Einhaltung verantwortlich. Dies gilt auch für selbstständig Erwerbende.

Weder Bund noch Kantone validieren oder genehmigen Schutzkonzepte. Die Einhaltung der Schutzkonzepte wird von den Kantonen überwacht.


Musterschutzkonzepte

 

Empfehlungen für die Arbeitswelt: Vorgaben zum Schutz

Reisen / Zölle / Bewegungsfreiheit in der Schweiz

Die Grenzkontrollen an den Schweizer Grenzen zu den Schengen-Staaten sind per 15. Juni 2020 aufgehoben und es gilt wieder die volle Personenfreizügigkeit mit allen EU/EFTA-Staaten und dem Vereinigten Königreich. Für die Einreise oder Einfuhr von Waren aus anderen Staaten gelten  weiterhin Einschränkungen.

Wer aus bestimmten Regionen in die Schweiz einreist, muss sich in Quarantäne begeben. Welches sind diese Regionen? Wie muss man sich verhalten?

Wenn Sie sich in den letzten 14 Tagen in einem Land oder in einer Region mit hohem Infektionsrisiko aufgehalten haben, müssen Sie unbedingt in Quarantäne gehen. Das gilt auch für Kinder, die mit Ihnen gereist sind.

Die Liste der Staaten und Regionen mit hohem Infektionsrisiko finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit. Sie wird laufend aktualisiert.

Wenn Sie aus einer Risikoregion zurückkehren:

  • Begeben Sie sich direkt nach der Einreise in die Schweiz in Ihre Wohnung oder Ihr Haus– oder an einen anderen geeigneten Ort

  • Bleiben Sie dort ununterbrochen für zehn Tage ab Ihrer Ankunft. Folgen Sie den Quarantäne-Anweisungen 

  • Melden Sie Ihre Einreise innerhalb von zwei Tagen der zuständigen kantonalen Behörde

  • Folgen Sie den Anweisungen der Behörden

Auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit finden Sie alle aktuellen Informationen und Anleitungen. Achten Sie besonders auf:

  • Quarantäne-FAQ
  • Infoline für Personen, die in die Schweiz zurückkehren +41 58 464 44 88 - von 6 bis 23 Uhr . 7/7

Auf der Internetseite des Staatssekretariats für Migration finden Sie eine Liste mit allen Fragen und Antworten zur Einreise in die Schweiz, zur Personenfreizügigkeit und zu den Visa.

Auf der Internetseite des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten finden Sie verschiedene Reiseempfehlungen sowie Informationen zur Rückkehr in die Schweiz.

Auf der Internetseite der Eidgenössischen Zollverwaltung finden Sie zollspezifische Informationen und Kontaktadressen.

Arbeit

Welche wirtschaftlichen Massnahmen haben die Bundesbehörden ergriffen, um die Folgen des Coronavirus abzufedern? Leiten Sie ein Unternehmen oder sind Sie selbstständigerwerbend oder in einem Anstellungsverhältnis oder in der Lehre und fragen sich, ob Sie Anspruch auf diese Massnahmen haben? Was passiert, wenn Sie arbeitslos gemeldet sind?  An wen können Sie sich wenden, um alle notwendigen Informationen zu erhalten?

Arbeitgeber

1)  Haben Sie wegen der Corona-Krise Liquiditätsprobleme? Wo kann ich finanzielle Hilfe erhalten oder Zahlungsaufschübe beantragen?

Zur Bewältigung der Schwierigkeiten, die sich aus der Pandemie-Situation ergeben, können die Unternehmen mit verschiedenen Arten von Finanzhilfen rechnen. Sie können zum Beispiel ohne grossen bürokratischen Aufwand Überbrückungskredite beantragen, um Liquiditätsschwierigkeiten zu bewältigen, oder eine Fristverlängerung für die Zahlung von Steuern oder Sozialversicherungsbeiträgen verlangen. 

2)  Haben Sie Schwierigkeiten, die Löhne Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bezahlen? Was kann ich tun, um Entlassungen zu vermeiden?

Wenn die Geschäftstätigkeit Ihres Unternehmens wegen der Corona-Pandemie zurückgegangen ist und Sie Mühe haben, die Löhne zu bezahlen, können Sie eine Kurzarbeitsentschädigung beantragen. Wegen der ausserordentlichen Lage wurden die Voranmeldefrist abgeschafft und der Kreis der anspruchsberechtigten Personen erweitert.

3)  Was muss ich als Arbeitgeber zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorkehren? Kann ich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trotz der ausserordentlichen Pandemie-Situation dazu verpflichten, zu arbeiten?  

Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, müssen Sie sicherstellen, dass sich Ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht anstecken. Halten Sie sich dazu an die verschiedenen Empfehlungen der Behörden.

Weitere Informationen finden Sie im Helpcenter auf EasyGov.swiss

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

1) Habe ich Anspruch auf meinen Lohn, wenn das Unternehmen, bei dem ich angestellt bin, wegen des Coronavirus schliesst?

Wegen des Coronavirus und dessen Folgen hat der Bundesrat ausserordentliche Massnahmen hinsichtlich Kurzarbeitsentschädigung ergriffen (KAE oder Kurzarbeit). Mit der KAE deckt die Arbeitslosenversicherung einen Teil der Lohnkosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Arbeitszeit gekürzt wird.

Die Unternehmen, die KAE beantragen, müssen ihren Angestellten ein Gehalt von 80 Prozent des Erwerbsausfalls bezahlen, und dies am üblichen Zahltag. Im Unterschied zur der Arbeitslosenentschädigung wird die KAE dem Arbeitgeber ausgerichtet.

Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer kann die Kurzarbeitsentschädigung ablehnen; in diesem Fall muss der Arbeitgeber ihr oder ihm den vollen Lohn bezahlen. Allerdings erhöht sich für die betroffene Person die Gefahr, in der Folge entlassen zu werden. 

2) Habe ich Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE), wenn ich auf Abruf arbeite, in der Lehre bin oder mein Arbeitsvertrag befristet ist?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Abruf haben keinen Anspruch auf KAE, wenn ihr Arbeitspensum durchschnittlich um mehr als 20 Prozent schwankt. Diese Personen können nicht mit einer regelmässigen, arbeitsvertraglich zugesicherten Anzahl Arbeitsstunden rechnen. Der Arbeitsausfall lässt sich daher nicht bestimmen.

Personen, die in einem befristeten Arbeitsverhältnis stehen, in der Lehre sind oder im Dienst einer Organisation für Temporärarbeit arbeiten, haben Anspruch auf KAE.

3) Habe ich Anspruch auf Entschädigung, wenn ich in Quarantäne bin?

Wenn Sie wegen des Coronavirus unter Quarantäne gestellt werden und somit nicht an der Arbeit erscheinen können, haben Sie Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, sofern alle anderen Voraussetzungen auch erfüllt sind und Sie von keiner anderen Sozialversicherung (z. B. Krankenversicherung) Leistungen erhalten.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Arbeitsleistung aus persönlichen Gründen, beispielsweise Krankheit, Angst vor Ansteckung oder familiäre Verpflichtungen (z. B. Pflege eines Familienmitglieds im Krankheitsfall, Betreuung der Kinder bei Schliessung der Schulen oder Horte) nicht erbringen können, haben keinen Anspruch auf KAE

Selbstständigerwerbende

1) Unter welchen Voraussetzungen können Selbstständigerwerbende Entschädigungen in Anspruch nehmen?

Selbstständigerwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern sie nicht bereits andere Entschädigungen oder Versicherungsleistungen erhalten.

Eine Entschädigung ist vorgesehen für folgende Selbstständigerwerbende:

  • Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist
  • Eltern, die ihre Kinder mit Beeinträchtigungen zu Hause betreuen müssen - bis zum 20. Altersjahr der Kinder
  • Personen, die auf ärztliche Anordnung hin in Quarantäne sind und darum ihre Erwerbsarbeit unterbrechen müssen
  • Personen, deren selbstständige Erwerbsarbeit infolge der bundesrätlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus unterbrochen wird und die dadurch einen Erwerbsausfall erleiden
  • Selbstständige Kulturschaffende, deren Engagements wegen den Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus annulliert werden oder die einen eigenen Anlass absagen müssen
  • Selbstständigerwerbende, die wegen des Veranstaltungsverbots ihre Leistungen nicht erbringen und ihre Aufträge nicht erfüllen können. Dazu gehören Lieferantinnen und Lieferanten, Zelt- und Messemonteurinnen und -monteure, Ton- und Beleuchtungstechnikerinnen und -techniker usw.
  • Selbstständigerwerbende, die ihre Tätigkeit wegen eines Verbots des Kanton, in dem sie ihre Tätigkeit ausgeübt haben, einstellen müssen
  • Selbständigerwerbenden, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben, wie beispielsweise Taxifahrer

2) Wie hoch ist die Entschädigung für die Selbstständigerwerbenden? Wo kann ich sie beantragen?

  • Die Entschädigung wird wie die Erwerbsausfallsentschädigung auf Tagesbasis berechnet
  • Sie entspricht 80 Prozent des Erwerbseinkommens, höchstens aber 196 Franken pro Tag
  • Massgebend ist das Erwerbseinkommen gemäss der Veranlagungsverfügung von 2019. Ob die Grundlage für diese Verfügung provisorisch ist oder definitiv, spielt dabei keine Rolle
  • Die Selbstständigerwerbenden, die in Quarantäne sind, haben Anspruch auf höchstens 10 Taggelder und diejenigen, die Kinder von unter 12 Jahren betreuen müssen, auf höchstens 30 Taggelder
  • Die AHV-Ausgleichskassen sind für die Überprüfung des Leistungsanspruchs und die Erbringung der Leistung zuständig


Corona-Erwerbsersatzentschädigung: Formular und Merkblätter können online bezogen werden
Weitere Informationen für Selbstständigerwerbende
Corona-Hilfe für Firmen, Selbstständige - 5 Erklärvideos: Kredite, Kurzarbeit, Selbständige, Kinderbetreuung, Kulturschaffende

Arbeitslose

1) Muss ich weiterhin nachweisen, dass ich eine Stelle suche?

Nein, arbeitslose Personen müssen keine Nachweise für ihre Stellensuche erbringen. Spätestens einen Monat nach Ablauf der COVID-19-Verordnung 2 müssen sie aber ihre Stellensuche wieder belegen. Die Kontrollperiode entspricht der Geltungsdauer dieser Verordnung.

2) Welchen Einfluss hat die gegenwärtige Situation auf die Rahmenfrist und die Entschädigungen?

  • Um eine Aussteuerung zu vermeiden, erhalten alle Anspruchsberechtigten maximal 120 zusätzliche Taggelder.
  • Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug wird um zwei Jahre verlängert, sofern eine vollständige Entschädigung während der laufenden Rahmenfrist nicht möglich ist.

Weitere Informationen für Stellensuchende auf arbeit.ch