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Arbeitszeugnis

Nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses haben alle Arbeitnehmende Anrecht auf ein Arbeitszeugnis. Ein Zwischenzeugnis sollte eingeholt werden, wenn die Arbeitnehmenden eine neue Vorgesetzte, einen neuen Vorgesetzten bekommen. Ein Zwischenzeugnis kann ebenfalls verlangt werden, wenn innerhalb desselben Unternehmens die Stelle gewechselt wird. Arbeits- und Zwischenzeugnisse müssen sowohl der Wahrheit entsprechen, wie auch wohlwollend formuliert sein.

Was muss im Arbeitszeugnis stehen, was nicht?

Zwingende Angaben

  • Identität der Arbeitnehmenden und der Arbeitgebenden
  • Beginn und Ende der Arbeitsverhältnisses
  • Auflistung der wichtigsten Tätigkeiten der Arbeitnehmenden
  • Aussagekräftige Bewertung der Leistung
  • Rechtsgültige Unterschrift des Arbeitgebenden, Datum der Ausstellung

Formelle Voraussetzungen

  • Maschinenschrift auf Papier mit guter Qualität
  • Sprachliche Korrektheit
  • Ordentlicher Eindruck (keine Streichungen etc.)

Zu beachten

  • Keine Angaben ohne Bezug zum Arbeitsplatz
  • Wahrheitsgetreue Aussagen
  • Einmalige negative Ereignisse dürfen nicht festgehalten werden
  • Wiederholte Störungen in der Zusammenarbeit und im Arbeitsablauf, für die die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer nachweislich alleine verantwortlich war, dürfen nicht verschwiegen werden
  • Angabe des Austrittsgrundes ist nur zulässig, wenn dieser zur Würdigung der Arbeitnehmerin, des Arbeitnehmers beiträgt
  • Krankheiten können nur erwähnt werden, wenn sie einen erheblichen Einfluss auf die Leistung oder das Verhalten der Arbeitnehmenden hatten oder einen sachlichen Grund zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses darstellten
  • Risiken, die die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer mitbringen und die der neue Arbeitgebende kennen muss, sind zu erwähnen (bspw. Alkoholprobleme eines Berufschauffeurs, einer Berufschauffeurin).
  • Keine zweideutigen Formulierungen und Zeugniscodes, bei welchen in vordergründig neutralen oder positiven Formulierungen, für Eingeweihte negative Botschaften gegeben werden (diese verstossen gegen Treu und Glauben).