www.ch.ch - Startseite

Schweizerische Bundeskanzlei, Sektion Elektronischer Behördenverkehr

Kontext Inhalte

Boden

Das Bundesgesetz über den Umweltschutz (USG) definiert den Boden als die oberste, unversiegelte Erdschicht, in der Pflanzen wachsen können. Der Boden ist vielerlei Einwirkungen ausgesetzt, die sich schädlich auf die Bodenqualität, auf die Bodenlebewesen, auf die natürliche Umgebung etc. auswirken können. Ändern sich die Umweltbedingungen, ändert sich auch der Boden. Schadstoffe finden über Pflanzen den Weg in die Nahrungskette von Mensch und Tier.

Das Hauptproblem für den Boden spiegelt sich u.a. in drei Belastungsarten wieder:

  • Flächenverbrauch: Jährlich werden in der Schweiz über 3000 Hektaren offener Boden verbaut und dem Naturhaushalt entzogen.
  • Chemische Belastungen: Über Luft, Mineral- und Hof- und Abfalldünger oder Pflanzenschutzmittel gelangen nicht oder nur schwer abbaubare organische und anorganische Schadstoffe in den Boden, reichern sich dort an und schädigen die Bodenfruchtbarkeit.
  • Physikalische Belastungen: Hierzu zählen Bodenabtrag (Erosion) und Bodenverdichtung. Durch unsachgemässe Nutzung des Bodens sowie den Einsatz von schweren Maschinen und Fahrzeugen auf nassem Boden werden die beiden Belastungen hervorgerufen.

Aber auch andere Organismen (z.B. gentechnisch verändert oder gebietsfremd) können das Bodenökosystem durcheinander bringen und eine Bedrohung für den Boden und dessen Bewohner darstellen.

Flächenverbrauch

Mit dem Sachplan Fruchtfolgeflächen (FFF) verpflichtet der Bund die Kantone, ihre besten Ackerböden langfristig zu erhalten. Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) definiert die Strategie für die Umsetzung des Sachplanes mit Unterstützung des BLW und BAFU. Das ARE formuliert Empfehlungen und behandelt Fälle und Vorhaben im Zusammenhang mit der Planung und dem Verbrauch von Fruchtfolgeflächen.

Bodenschutz

Die Verordnung über Belastungen des Bodens (VBBo) regelt den Bodenschutz und definiert Massnahmen zur Erhaltung der Bodenqualität im weitesten Sinne. Der Bodenschutz ist Aufgabe der Kantone.

Boden und Landwirtschaft

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BWL) hat ein Bodenkonzept erarbeitet, das die Basis für die Aktivitäten des BWL bildet.

Nationales Bodenbeobachtungsnetz

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das BWL betreiben gemeinsam das nationale Bodenbeobachtungsnetz (Nabo). Zum Auftrag der nationalen Bodenbeobachtung gehören die zeitliche und räumliche Erfassung und Beurteilung von Belastungen, die Erfolgskontrolle von Bodenschutzmassnahmen, die Früherkennung negativer Trends und die Prognose zukünftiger Bodenbelastungen.

 


Zurück zur Übersicht Boden, Natur und Landschaft